Harte Zahlen

Kapitel 05

Der Staat entscheidet das eine und vollzieht das andere.

Ausreisepflicht ist keine politische Forderung, sondern ein festgestellter Rechtszustand: Ein Antrag wurde geprüft, abgelehnt, der Rechtsweg ist ausgeschöpft. Diese Seite zeigt, was danach passiert.

Ausreisepflichtig · 30.06.2026

258.845

Personen, deren Ausreisepflicht behördlich feststeht. Ein Jahr zuvor, zum 30.06.2025, waren es 226.506 – ein Zuwachs von 32.339 in zwölf Monaten.

AZR / Bundestag

Davon geduldet

77,0 %

199.271 Personen haben eine Duldung – eine „vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“, die keinen rechtmäßigen Aufenthalt begründet. Ohne Duldung sind 59.574 Personen.

Vollzugslücke

Auf jede Abschiebung kommen elf Ausreisepflichtige

Der Vergleich stellt einen Bestand einer Jahresleistung gegenüber. Beide Größen stammen aus derselben amtlichen Quelle und werden von der Bundesregierung in dieser Form berichtet.

Bestand ausreisepflichtig

258.845

Stichtag 30.06.2026

Abschiebungen 2025

22.787

Plus 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fünfter Anstieg in Folge, höchster Stand seit 2016.

Vollzugsquote

8,8 %

Anteil des Bestands, der in einem Jahr tatsächlich abgeschoben wird.

Auf jede vollzogene Abschiebung kommen rechnerisch 11,4 Personen, deren Ausreisepflicht bereits feststeht.

Die Gründe sind bekannt und größtenteils nicht der Ausländerbehörde anzulasten: fehlende Papiere, nicht kooperierende Herkunftsstaaten, Reiseunfähigkeit, Abschiebungsverbote, familiäre Bindungen. Das ändert nichts an der Größenordnung – es erklärt sie. Wer das ändern will, muss an diesen Gründen ansetzen, nicht an der Statistik.

AZR / Bundestag

Zeitverlauf 2018–2025

Ein Rekordjahr, das den Bestand nicht senkt

Abschiebungen je Jahr. Der Einbruch 2020 bis 2022 ist pandemiebedingt, seither steigt die Zahl fünf Jahre in Folge.

Höchstwert 2025: 22.787 · Tiefstwert 2020: 10.800

AZR / Bundestag

Der Befund

2025 wurde so oft abgeschoben wie zuletzt vor 2020 – fünfter Anstieg in Folge. Über die zwölf Monate von Ende Juni 2025 bis Ende Juni 2026 wuchs der Bestand der Ausreisepflichtigen dennoch von 226.506 auf 258.845. Die beiden Zeiträume decken sich nicht exakt, überlappen sich aber überwiegend: Ein Rekordjahr beim Vollzug reicht nicht aus, um den Bestand auch nur konstant zu halten.

Bestand im selben Zeitraum

30.06.2025

226.506

30.06.2026

258.845

+14,3 %

Asylverfahren 2025

Warum eine Ablehnung selten das Ende ist

Der Weg vom Antrag bis zur vollziehbaren Ausreisepflicht führt über mehrere Instanzen. Jede davon verkleinert die Zahl – und verlängert die Dauer.

Entscheidungen des BAMF 2025

310.930

Davon Schutz gewährt

28,1 % des Ausgangswerts

87.394

Gesamtschutzquote 28,1 Prozent über alle Verfahren.

Ohne Schutzstatus

71,9 % des Ausgangswerts

223.536

Enthält formelle Erledigungen wie Dublin-Überstellungen und Rücknahmen, die nicht inhaltlich entschieden wurden.

Die Gesamtschutzquote rechnet alle Verfahren mit, auch die ohne inhaltliche Entscheidung. Die bereinigte Schutzquote zählt nur Verfahren, in denen das BAMF sachlich entschieden hat – sie liegt deshalb höher.2025 lag sie bei 37,5 Prozent nach 59,3 Prozent im Vorjahr. Wer eine der beiden Zahlen ohne die andere nennt, wählt bereits eine Aussage aus.

Schutzquoten nach Herkunft

Syrien

5,3 %

2024: 100 %

Nach dem Sturz Assads

Afghanistan

78,9 %

Männer nur 33,7 % (Stand Juni 2025); die Gesamtquote folgt einer EuGH-Entscheidung zu Frauen und Mädchen

Erfolgsquote der Klagen · 2024

Afghanistan

53,0 %

Iran

47,1 %

Bereinigte Erfolgsquote vor den Verwaltungsgerichten: Anteil der inhaltlich entschiedenen Klagen, die zugunsten der Kläger ausgehen. Jeder erfolgreiche Klageweg verschiebt eine mögliche Ausreisepflicht um Jahre – und ist einer der Gründe, warum Bestand und Vollzug so weit auseinanderliegen.

AZR / Bundestag· BAMF-Geschäftsstatistik

Leistungsbezug 2025

Knapp die Hälfte der Bürgergeldbezieher hat keinen deutschen Pass

Jahresdurchschnitt bis Juni 2025

Anteil an der Wohnbevölkerung

14,816,8 %

hell: Zensusbasis · dunkel: Ausländerzentralregister

Anteil an Bürgergeldbeziehern

47,3 %

Das ist je nach Bezugsgröße der 2,8- bis 3,2-fache Wert des Bevölkerungsanteils. Absolut sind es rund 2,57 Millionen Personen.

BA-Statistik

Ukraine

679.000

Syrien

485.000

Die größte Einzelgruppe unter den Beziehern sind weiterhin Deutsche. Die beiden größten ausländischen Gruppen sind Ukrainer und Syrer – bei den Ukrainern ist der Bezug eine Folge der Entscheidung, sie ab Juni 2022 direkt ins Bürgergeld statt ins Asylbewerberleistungsgesetz zu überführen.

Der Bezug von Bürgergeld ist kein Vorwurf an einzelne Personen, sondern das Ergebnis von Zuwanderungs-, Arbeitsmarkt- und Anerkennungspolitik. Die Zahl misst deren Wirkung, nicht den Charakter der Bezieher.

Natürliches Experiment · Dänemark

Die Höhe der Leistungen steuert, wer kommt

Dänemark kürzte 2002 die Sozialleistungen für Zuwanderer von außerhalb der EU um rund 50 Prozent. Für Dänen und EU-Zuwanderer änderte sich nichts. 2012 wurde die Kürzung abgeschafft, 2015 wieder eingeführt. Damit lässt sich messen, was sonst nur behauptet wird.

Zuzug von außerhalb der EU· betroffenZuzug aus der EU· Kontrollgruppe

Nettozuwanderung in Tausend Personen, trendbereinigt

Effekt der Kürzung

5.000

Personen Nettozuzug pro Jahr aus Nicht-EU-Staaten.

Elastizität

1,3

Zehn Prozent niedrigere Leistungen senken den Zuzug um rund dreizehn Prozent.

Kontrollgruppe

±0

Der Zuzug aus der EU, für den sich nichts änderte, reagierte auf keine der drei Reformen.

Was gemessen wurde

Nach der Darstellung der Autoren senkte die Kürzung den Nettozuzug von außerhalb der EU um rund 5.000 Personen pro Jahr, die Abschaffung 2012 kehrte den Effekt weitgehend um und die Wiedereinführung 2015 drehte ihn erneut. Der Zuzug aus der EU, für den sich nichts änderte, blieb unbeeinflusst.

Eine Korrelation zeigt, dass zwei Größen sich gemeinsam bewegen – die Ursache kann bei beiden oder bei einer dritten liegen. Hier ändert sich die Politik zu einem festen Datum und nur für eine Gruppe. Die andere Gruppe erlebt dieselbe Konjunktur, dieselben Kriege, dieselben Fluchtbewegungen, aber nicht die Reform. Wenn nur die betroffene Linie ausschlägt, bleibt als Erklärung die Reform übrig. Dieses Verfahren heißt Differenz-von-Differenzen und ist der Standard für Politikwirkungen.

Einordnung

Das ist keine Korrelation, sondern ein natürliches Experiment mit Kontrollgruppe – die belastbarste Form empirischer Evidenz, die es außerhalb randomisierter Studien gibt. Die von den Autoren geschätzte Elastizität von 1,3 bedeutet: Zehn Prozent niedrigere Leistungen senken den Zuzug um dreizehn Prozent.

Der Befund gilt für Dänemark in diesem Zeitraum und für diese Leistungshöhe. Er sagt nichts darüber, ob eine Kürzung wünschenswert ist – nur, dass sie wirkt. Die Größe des Effekts ist zudem fachlich bestritten; die Replikation steht direkt darunter.

Agersnap, Jensen und Kleven · American Economic Review: Insights 2 (4), 2020, S. 527–542

Die Stützpunkte der Kurven sind aus der veröffentlichten Grafik der Studie abgelesen, nicht aus dem Rohdatensatz übernommen. Sie geben den Verlauf wieder, keine exakten Jahreswerte.

Gegenprobeüberzeichnet

Dieselbe Zeitschrift hat die Studie widerlegt – teilweise

Joop Adema von der Universität Innsbruck hat die Rechnung in einem Kommentar in derselben Fachzeitschrift nachgeprüft. Ergebnis: Die Elastizität von 1,3 ist deutlich zu hoch. Wer die Studie zitiert, muss das mitzitieren – deshalb steht die Kritik hier vollständig und nicht im Kleingedruckten.

01

Elastizität auf Nettozuzug ist schlecht definiert

Agersnap, Jensen und Kleven messen die prozentuale Änderung des Netto-Zuzugs – also Zuzüge minus Fortzüge. Diese Größe kann klein oder negativ werden; die Prozentrechnung darauf wird dann instabil und kann sogar das Vorzeichen drehen. Wäre der Nettozuzug halb so groß gewesen, hätte sich die geschätzte Elastizität verdoppelt, ohne dass sich an den absoluten Zahlen etwas geändert hätte.

02

Zuzug und Geburtstage werden vermischt

Der Nettozuzug wird als jährliche Veränderung des Bestands der über 30-jährigen Zuwanderer berechnet. Damit zählt die Rechnung auch alle bereits im Land lebenden Zuwanderer mit, die 30 werden. Dänemark hatte in den 1990ern viele junge Zuwanderer aufgenommen – der Bestand wuchs also aus demografischen Gründen. Rechnet man stattdessen echte Zuzüge minus Fortzüge, fällt der Einbruch nach 2002 deutlich schwächer aus.

03

Herkunftsländer werden nicht berücksichtigt

Vor 2002 waren Afghanen und Iraker unter den Dänemark-Zuwanderern stark überrepräsentiert, vor 2012 Syrer. Als die Auswanderung aus diesen Ländern zurückging beziehungsweise anstieg, hätte sich der Zuzug nach Dänemark auch ohne jede Reform verändert. Ein Vergleich mit anderen nordischen Ländern trägt nur, wenn die Herkunftsmischung ähnlich ist – sie war es nicht.

Elastizität gegenüber der Leistungshöhe

Wie stark reagiert die Zuwanderung, wenn die Leistungen sich ändern? Der obere Wert stammt aus der Originalstudie, die vier darunter aus der Replikation. Zeile anklicken für die Einordnung des Autors.

KEIN EFFEKT

Die drei Reformen einzeln

Der Kommentar rechnet jede Reform gegen ein eigenes Kontrafaktual, das die Herkunftsländer berücksichtigt. Zwischen den Reformen umschalten.

Zuzüge-33,8 %±10,8statistisch gesichert
Fortzüge+16,8 %±17,7nicht statistisch gesichert
Bestand-16,4 %±6,6statistisch gesichert
Asylanträge-61,7 %±9,1statistisch gesichert

Der stärkste Befund, und er stammt vom Kritiker. Zuzüge, Bestand und Asylanträge brechen deutlich und statistisch gesichert ein. Nur die Fortzüge reagieren nicht.

Abweichung vom Kontrafaktual · Raute = Punktschätzer · Balken = Standardfehler · farbig, wenn Betrag über doppeltem Standardfehler

Was der Kritiker bestätigt

Adema bestätigt ausdrücklich, dass Zuzüge, Bestand und Asylanträge nach der Einführung 2002 gegenüber seinem eigenen Kontrafaktual gesunken sind, und dass Dänemark nach der Wiedereinführung 2015 erneut unattraktiver wurde: Asylanträge sanken signifikant, Fortzüge stiegen, der Bestand ging zurück. In seiner Robustheitsrechnung mit nordischen Vergleichsländern sind die Elastizitäten für Zuzüge und Bestand sogar größer und statistisch signifikant.

Was er widerlegt

Nicht bestätigt wird die Symmetrie: Nach der Abschaffung der Kürzung 2012 findet Adema in keiner der vier Messgrößen einen signifikanten Anstieg. Die Behauptung, die Rücknahme habe den Effekt spiegelbildlich umgekehrt, trägt nach seiner Rechnung nicht.

Adema hält die Elastizität von 1,3 für deutlich überzeichnet und findet zusätzlich keinen Beleg dafür, dass niedrigere Leistungen die Qualifikationsstruktur der Zuwanderer verbessern.

Joop Adema · Comment, American Economic Review: Insights

Und im Land? Die zweite Studie zur selben Reform

Dustmann, Landersø und Andersen haben dieselbe dänische Kürzung daraufhin untersucht, was sie mit den Betroffenen gemacht hat. Die tatsächliche Kürzung lag nach ihrer Rechnung bei rund 40 Prozent, nicht bei 50.

Beschäftigung stieg – aber nur kurzfristig

Die Kürzung erhöhte die Erwerbsquote der Betroffenen messbar. Der Effekt verlor sich über die Jahre wieder. Wie stark er ausfiel, hing stark von der Arbeitsnachfrage vor Ort ab.

Armut nahm zu

Die Armutsquote unter den betroffenen Haushalten stieg deutlich. Das war die beabsichtigte Härte der Maßnahme, aber es ist ein realer Preis.

Beschaffungskriminalität stieg

Die Reform führte zu mehr Eigentumsdelikten unter den Betroffenen. Auf einer Seite, die sich mit Kriminalitätszahlen befasst, ist das der wichtigste Einwand gegen ein simples „Leistungen runter“: Der Hebel wirkt an der Grenze, im Land kann er nach hinten losgehen.

Nachteile für Kinder

Eine Begleitstudie derselben Autoren findet für Kinder und Jugendliche in betroffenen Haushalten schlechtere Schul- und Kriminalitätsverläufe.

Was daraus folgt

Zusammengenommen ergibt das eine schärfere politische Aussage als das ursprüngliche „Leistungen wirken“: Der Hebel wirkt vor allem auf die Entscheidung, überhaupt zu kommen – und wird unsauber, sobald man ihn auf Menschen anwendet, die bereits im Land sind. Wer Zuwanderung steuern will, muss das beim Zugang tun, nicht über die Verelendung derer, die schon da sind.

Das deutsche Gegenstück

Gleiche Menschen, gleicher Zeitpunkt, andere Regeln

Für Deutschland gibt es keine Leistungsreform mit sauberer Kontrollgruppe. Es gibt aber etwas, das nah herankommt: Ukrainische Geflüchtete verließen ab Februar 2022 dasselbe Land aus demselben Grund und verteilten sich auf Zielländer mit sehr unterschiedlichen Leistungs- und Arbeitsmarktregeln.

57

Litauen

53

Dänemark

48

Polen

27

Deutschland

<20

Finnland

<20

Norwegen

<20

Rumänien

<20

Spanien

Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter, 1. Quartal 2024 · schraffiert = Quelle weist nur „unter 20 Prozent“ aus

Der Befund

Anfang 2024 arbeiteten in Litauen 57, in Dänemark 53 und in Polen 48 von hundert ukrainischen Geflüchteten. In Deutschland waren es 27. Alle drei Vergleichsländer verlangten früher eine Erwerbstätigkeit und zahlten weniger.

Seit dem 1. Juni 2022 erhalten ukrainische Geflüchtete in Deutschland Bürgergeld nach dem SGB II statt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Damit verbunden sind der volle Regelsatz, sofortiger Arbeitsmarktzugang und der Anspruch auf Integrationskurse. Der Zuschnitt war großzügiger als in fast allen Nachbarländern – und die Beschäftigungsquote blieb jahrelang die niedrigste unter den vergleichbaren westlichen Aufnahmeländern.

Der Gegenbefund

überzeichnet

Der Befund ist nicht eindeutig. Finnland, Norwegen, Rumänien und Spanien lagen trotz sehr unterschiedlicher Leistungsniveaus alle unter 20 Prozent – Norwegen und Finnland sind nordische Wohlfahrtsstaaten wie Dänemark. Die Leistungshöhe allein erklärt das Muster also nicht.

Deutschland im Zeitverlauf

Erwerbstätigenquote ukrainischer Geflüchteter in Deutschland. Die Stützpunkte stammen aus drei verschiedenen Erhebungen – schraffierte Säulen markieren den Wechsel der Messgrundlage. Zum Vergleich anklicken.

Was gegen diese Darstellung spricht

Fünf Einwände, jeder mit der Richtung, in die er die gezeigte Zahl verschieben würde. Drei davon sprechen gegen die Deutung dieses Abschnitts.

überzeichnet

Das IAB nennt andere Gründe zuerst

Als Erklärung für die Länderunterschiede führt das IAB die Nachfrage nach Geringqualifizierten, die Flexibilität des Arbeitsmarkts, bestehende ukrainische Netzwerke, verbreitete Englischkenntnisse und den Ausbau der Kinderbetreuung an – nicht die Leistungshöhe. Das ist die ehrliche Gegenposition zu diesem Abschnitt.

überzeichnet

Nordische Gegenbeispiele

Norwegen und Finnland haben ähnlich großzügige Sozialsysteme wie Dänemark und lagen trotzdem unter 20 Prozent. Wenn die Leistungshöhe der entscheidende Faktor wäre, dürfte es diese Spreizung innerhalb Skandinaviens nicht geben.

veraltet

Deutschland hat aufgeholt

Bis Mitte 2025 stieg die Quote der 2022 eingereisten Kohorte auf rund 50 Prozent. Der Abstand zu Dänemark und Polen ist damit weitgehend geschlossen. Wer den Stand von Anfang 2024 zitiert und den von 2025 verschweigt, führt in die Irre.

unklar

Später Einstieg kann besser sein

Das IAB argumentiert, dass Sprach- und Integrationskurse die Beschäftigung kurzfristig senken und die Beschäftigungsqualität langfristig erhöhen. Ob Deutschlands langsamerer Weg am Ende zu stabileren und besser bezahlten Beschäftigungsverhältnissen führt, ist noch nicht entschieden.

unklar

Zuzugsentscheidung ist etwas anderes als Erwerbsbeteiligung

Dieser Abschnitt misst, wie schnell Menschen nach der Ankunft arbeiten – nicht, warum sie ein Zielland gewählt haben. Eine Untersuchung von Adema, Chargaziia, Giesing und Poutvaara in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2025) kommt für ukrainische Geflüchtete zu dem Ergebnis, dass Arbeitsmarktchancen bei der Zielwahl schwerer wiegen als Sozialleistungen. Die beiden Befunde widersprechen sich nicht, aber sie beantworten verschiedene Fragen.

Was hier nicht steht

Diese Seite bewertet keine Einzelschicksale und behauptet nicht, dass Ausreisepflicht gleich Kriminalität ist. Sie zeigt eine Lücke zwischen Rechtslage und Vollzug – und die ist unabhängig davon vorhanden, wie man Migration politisch bewertet.